
Keine Lust auf volle Pisten und Anstehen bei den Skiliften? Erklimme stattdessen mit Tourenskiern oder einem Splitboard die Gipfel in Davos Klosters. Die Region mit seinen Seitentälern und insbesondere dem Flüelapass ist beliebt zum Skitouren von Dezember bis Juni.
So verlockend die Fotos auch sind, eines vorweg: Skitouren im freien Gelände bergen Risiken. Wer sich alleine auf den Weg macht, stimmt seine Tour auf die aktuelle Schnee-, Wetter- und Lawinensituation ab. Sicherheit hat dabei stets Priorität. Abseits der gesicherten Pisten und Wege bist du für dich selbst verantwortlich. Trage deshalb eine komplette Lawinenausrüstung mit LVS, Sonde, Schaufel sowie ein Handy bei sich. Im Idealfall zusätzlich ein Airbag-Rucksack, der dich bei einem Lawinenabgang an der Oberfläche hält. Für Skitourenanfängerinnen und -anfäger und alle, die keine Lawinen- und Schneekenntnisse haben, empfehlen wir einen Bergführer.
Wenn du zuerst herausfinden möchtest, ob dir Skitouren überhaupt gefallen, lohnt sich ein Abstecher auf Pischa. Jeweils am Dienstag und Donnerstag zeigen dir die Bergführer Davos Klosters im Skitouren-Schnupperkurs auf Pischa, wie es geht. So gelingt dir der Einstieg ins Skitouren. Dabei lernst du auch, welche Ausrüstung du brauchst, wie die Technik – etwa Spitzkehren – funktioniert und wie du alpine Gefahren im freien Gelände richtig einschätzt.
Insbesondere im Frühling gilt der Flüelapass unter Kennern schon länger als Skitouren-Paradies. Kein Wunder: Mit dem Flüela-Schwarzhorn, Radüner Rothorn, Sentischhorn, Gorihorn oder dem Zugang zur Grialetsch-Hütte liegen von hier aus lohnende Skitourenziele ganz nah. Denn du kannst mit dem Auto bis Tschuggen fahren – die Parkmöglichkeiten sind allerdings begrenzt. Ein Klassiker in Klosters ist die Umrundung der Madrisa: Diese Tagestour führt dich von Klosters nach Österreich und wieder zurück.
Tourengeherinnen und Tourengeher nutzen unsere Tourenvorschläge auf eigenes Risiko, da Skitouren abseits von präparierten und gesicherten Skipisten verlaufen. Eine Haftung für Unfälle oder Schäden jeglicher Art lehnen wir ab. Wenn du Anfängerin oder Anfänger bist, besuche am besten einen Skitouren- und Lawinenkurs oder buche eine Bergführerin oder einen Bergführer.
Bereits das unerwartete Auftauchen eines Wintersportlers kann für Wildtiere im Winter problematisch sein: Eine Flucht kostet viel Energie, die dann zum Überleben fehlt. Vier simple Regeln helfen.
Viel Neuschnee freut Freerider, Winterwanderer und Schneeschuhgängerinnen. Für Wildtiere hingegen bedeutet dies vor allem eines: ein nackter Überlebenskampf. Denn das, was Rehe, Hirsche, Gämse und Steinböcke normalerweise zum Fressen aus dem Schnee scharren, steckt nun unter einer dicken Schneedecke. Wildtiere sind deshalb gezwungen, ihre Energie sparsam einzusetzen. Werden sie gestört und in die Flucht geschlagen, ist ihr Überleben gefährdet.
Für Skitourenanfänger und alle, die keine Lawinen- und Schneekenntnisse haben, empfehlen wir einen Guide. Dieser führt Gäste sicher abseits der markierten Pfade durch unberührte Winterlandschaften.