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Welches Seitental passt zu dir?

Publiziert : 14. August 2026

Vereina

Rund um Davos Klosters zweigen Täler ab, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Wasserfälle und Bergseen warten hier ebenso wie wilde Hochgebirgslandschaften und überraschend stille Rückzugsorte. Jedes Tal hat seinen eigenen Charakter. Bleibt eigentlich nur eine Frage: Welches passt zu deinem nächsten Ausflug?

Du willst einen Wasserfall sehen? Dann ab ins Sertigtal.
Schon der Weg ins Sertig gehört zum Ausflug dazu. Hinter dem kleinen Sertig-Dörfli öffnet sich das Tal immer weiter, bis beim Walserhuus die markanten Gipfel von Mittagshorn, Plattenflue und Hochducan die Kulisse bestimmen. Das eigentliche Highlight wartet ganz hinten im Tal: der Sertig-Wasserfall.

Das kannst du im Sertigtal erleben

  • Vom Walserhuus gemütlich Richtung Talschluss spazieren und nach rund 30 Minuten den Wasserfall bestaunen, der über drei Stufen rund 60 Höhenmeter in die Tiefe fällt.
  • Beim 1699 erbauten Kirchlein «Hinter den Eggen» im Sertig-Dörfli Halt machen und eines der bekanntesten Fotomotive des Tals entdecken.
  • Mit dem Mountainbike über den Alps Epic Trail ins Sertig fahren. Der erste Abschnitt führt vom Jakobshorn auf einem flowigen Singletrail hinunter ins Sertig-Dörfli.

Gut zu wissen: Beim Wasserfall lohnt sich auch der Blick zurück. Am späteren Nachmittag fällt das Licht weicher ins Tal und zeigt das Sertig nochmals von einer anderen Seite.

Du suchst vor allem Ruhe? Dann ist das Dischmatal deins.
Rund zwölf Kilometer zieht sich das Dischma von Davos bis zum Talschluss und ist damit das längste der Davoser Seitentäler. Hier ist der Weg das Ziel: der glasklare, von Gletscherwasser gespeiste Dischmabach, Alpweiden und immer mehr Berge, je weiter du Richtung Dürrboden kommst.

Das kannst du im Dischmatal erleben

  • Dem Dischmabach entlangwandern oder mit dem Velo immer tiefer ins Tal fahren.
  • In der Teufi eine Pause einlegen oder weiter bis nach Dürrboden ganz hinten im Tal, wo ebenfalls ein Berggasthaus wartet.
  • Ab Dürrboden zur Grialetschhütte aufsteigen. Der Normalweg dauert rund 1,5 Stunden, überwindet 540 Höhenmeter und ist als Bergwanderweg mit T2 (weiss-rot-weiss markiert) klassifiziert.

Gut zu wissen: Beim Chindsch-Huus liegt direkt an der Route ein schöner Rastplatz am Dischmabach. Ein ruhiger Zwischenstopp, den man leicht übersehen kann.

Du willst hochalpine Bergwelt? Dann führt dein Weg ins Flüelatal.
Im Flüelatal verändert sich die Landschaft mit jedem Kilometer. Wald und Alpweiden weichen zunehmend Fels, Bergbächen und karger Hochgebirgslandschaft. Spätestens auf dem Flüelapass fühlt sich Davos plötzlich ziemlich weit weg an.

Das kannst du im Flüelatal erleben

  • Dem Flüelabach folgen und beobachten, wie aus dem grünen Tal eine immer rauere alpine Landschaft wird.
  • Im unteren Flüelatal durch den Wald spazieren. Gerade an warmen Tagen und mit Hund eine schöne Option.
  • Mit dem Rennrad die Passstrasse hinauf zum Flüelapass in Angriff nehmen.

Gut zu wissen: Rennradfans können Flüela und Albula zu einer grossen Runde verbinden: 111,5 Kilometer und 2591 Höhenmeter. Ein langer Tag im Sattel, aber einer, an den du dich noch lange erinnerst.

Du willst möglichst weit weg vom Alltag? Dann entdecke das Vereinatal.
Hinter Monbiel in Klosters führt der Weg immer tiefer in die Bergwelt hinein. Oben angekommen warten Wildbach, Wasserfall und ein ursprüngliches Hochtal auf rund 1940 Metern.

Das kannst du im Vereinatal erleben

  • Dem rauschenden Vereina-Wildbach durch das Tal folgen.
  • Unterwegs Richtung Berghaus Vereina nach dem Wasserfall Ausschau halten.
  • Das Hochtal zu Fuss erkunden und die Tour mit einer Einkehr abschliessen.

Gut zu wissen: Die rund 14 Kilometer lange Strecke ins Vereina musst du nicht zwingend aus eigener Kraft zurücklegen. Im Sommer fährt der Vereinabus nach Fahrplan und auf Reservation ins Tal. So bleibt mehr Energie für eine Wanderung oben.

Du willst Bergsee und Walseridylle? Dann auf nach Schlappin.
Oberhalb von Klosters liegt Schlappin abgeschieden zwischen Bergflanken und See. Doch das kleine Walserdorf ist nicht nur idyllisch, sondern auch geschichtsträchtig: Anfang des 14. Jahrhunderts entstand hier die erste Walsersiedlung im Prättigau.

Das kannst du in Schlappin erleben

  • Von Klosters zu Fuss oder mit dem Bike hinauf ins ehemalige Walserdorf gelangen.
  • Am Schlappinsee einen Picknickplatz suchen und einfach eine Weile bleiben.
  • Im Berghaus Erika einkehren oder den Ausflug gleich mit einer Übernachtung verlängern.

Gut zu wissen: Nimm dir in Schlappin nicht nur den See vor. Ein Rundgang durch die kleine Siedlung lohnt sich ebenfalls. Die Holzhäuser und die abgeschiedene Lage erinnern bis heute an die Walsergeschichte des Orts.

Noch unentschieden? Umso besser. Jedes dieser Täler zeigt eine andere Seite von Davos Klosters. Heute Wasserfall, beim nächsten Mal Bergsee und danach vielleicht hoch hinauf zum Pass.

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