Seit 2017 führten Georg und Corinna Flury das Veltlinerstübli, ein Restaurant mit langer Familientradition. Das Ende der Wintersaison bedeutete für Flury den Start seines wohlverdienten Ruhestands. Drei Fragen zum Abschied.
1. Herr Flury, was wird Ihnen am meisten fehlen, wenn Sie das Veltlinerstübli nicht mehr betreiben?
Es war eine schöne Zeit. Ich werde den Kontakt zu unserer Stammkundschaft sehr vermissen. Nach dem Kochen bin ich oft zu den Gästen gegangen und kannte viele mit Namen. Viele waren auch Zweitwohnungsbesitzende, mit denen ich stets ein enges Verhältnis pflegte und jederzeit ein gutes Gespräch führen konnte. Und natürlich auch die tolle Zusammenarbeit mit meiner Frau Corinna. Wir waren ein eingespieltes Team – ich in der Küche, sie im Service. Das hat einfach perfekt funktioniert.
2. Was haben Sie mit der neu gewonnenen Zeit vor? Gibt es Pläne oder Träume, die Sie sich jetzt erfüllen möchten?
Solange Jasmine (Ski Alpin) und Jason (Langlauf) Rennen bestreiten, möchte ich bei den Wettkämpfen dabei sein. Zum Glück waren wir 2023 in Méribel dabei, als Jasmine den Weltmeistertitel in der Abfahrt holte – hätte ich das verpasst, ich hätte es mir nie verziehen. Auch freue ich mich darauf, mehr Zeit mit meiner Frau und meinen Enkelkindern zu verbringen. Durch die Arbeit blieb dafür oft kaum Zeit. Und natürlich will ich wieder intensiver meiner Jagdleidenschaft nachgehen. Letzten Herbst konnte ich nur wenige Tage auf die Bündner Hochjagd – können Sie sich das vorstellen? Dieses Jahr wird das anders!
3. Wie geht es mit dem Veltlinerstübli weiter?
Nach einer so langen Familiengeschichte hätten wir uns natürlich gewünscht, dass das Restaurant in der Familie bleibt. Leider hat sich dafür niemand gefunden. Doch wir sind froh, mit dem Unternehmer Thomas Failer einen passenden Nachfolger gefunden zu haben. Er lebt mit seiner Familie in Monstein und weiss das erfolgreiche Traditionshaus zu schätzen. Wir stehen in engem Austausch über bewährte Konzepte und notwendige Erneuerungen, etwa den Ausbau der Küche. Mit Herrn Failer haben wir einen würdigen Nachfolger gefunden, und wir sind überzeugt, dass das Veltlinerstübli auch weiterhin ein vertrauter Ort im wunderschönen Monstein bleibt. Wir wünschen ihm von Herzen alles Gute!