Die Box ist Teil des familienfreundlichen Angebots und richtet sich an Kinder im Primarschulalter. Jede Ausgabe wird passend zur aktuellen Ausstellung entwickelt und sorgt so immer wieder für neue Zugänge zur Kunst.
Einfach an der Kasse ausleihen – und los geht’s: Mit kreativen Karten und spielerischen Aufgaben erkunden Kinder die Ausstellung auf eigene Weise. Kirchners Lieblingskater «Boby» begleitet sie dabei durch die Räume.
Zu den Aufgaben gehört es unter anderem, eigene kleine Geschichten oder sogar einen Film zu entwickeln – etwa indem verschiedene Werke als Anfang, Höhepunkt und Ende gewählt werden. Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt sich direkt im Erleben: Kinder «schauen nicht nur, sondern verbinden sich mit ihrer Kreativität», sagt Sara Smidt, Leiterin Kunstvermittlung. «Am Ende sind sie intuitiv vertrauter mit Werken Kirchners, haben eine intensive Zeit im Museum und kommen hoffentlich gerne wieder.»
Was dabei entstehen kann, bleibt oft besonders in Erinnerung: «Ein Kind – schon etwas müde – begann mit den Augen zu funkeln, als es sich eine Geschichte für einen Film ausdachte. Oscarreif!»
Auch für Familien wird der Besuch zum gemeinsamen Erlebnis. Viele Aufgaben lassen sich zusammen lösen – «die Kinder entwickeln ein Rätsel, die Grossen gehen auf Suche oder andersherum», so Smidt.
Und nicht zuletzt eröffnet die Kinderbox einen neuen Blick auf Kunst: «Sehen wird zum Spiel. Aber es ist nie zu spät, wieder durch Kinderaugen zu sehen und mit Kunst zu spielen.»
Aktuell ergänzt die Kinderbox die Ausstellung «Kirchner. Picasso», die noch bis 3. Mai zu sehen ist. Vor Ort kann die Box kostenlos ausgeliehen oder für 14 Franken gekauft werden.