Davos/Clavadel - Sertig Dörfli

6,54 km
2:00 Std
419 m
235 m
45
Etappentour Leicht
Kondition
Beste Jahreszeit
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Niedrigster Punkt
1.651 m
Höchster Punkt
1.902 m
Eigenschaften
  • aussichtsreich
  • Streckentour
Quelle : Graubünden Ferien
Von Clavadel aus folgen wir ein Stück weit der Strasse und biegen dann beim Wegweiser in die Route nach dem Sertig Dörfli ein. Bis zum Bauernhof Boden wandern wir auf einem breiten Weg. Vom Boden aus ziehen wir weiter auf einem sehr schönen Fussweg auf der rechten Seite des Sertigtales.

Der Pfad führt streckenweise bergan. Er ist aber bequem und angenehm zu gehen. Zeitweise wandern wir durch Lärchen- und Tannenwald. Immer wieder bietet sich uns eine prächtige Aussicht taleinwärts auf die markanten Berggipfel, die das Tal im Hintergrund abschliessen. Es sind Mittagshorn, Plattenflue und Hoch Ducan.

Am Ende des Waldes, bei den sogenannten Eggen, betreten wir weites, leicht abfallendes Wiesland. Weiter vorn, in der Ebene, liegt das Bergdörflein Sertig. Vor allem die einfache weisse Bergkirche mit dem spitzen Turm fällt uns auf.

Das Restaurant «Bergführer» im Dörfli nimmt uns gastlich auf. Wir können aber auch ebenen Weges weiterwandern, bis wir das «Kurhaus» erreichen, und uns dort mit einem Imbiss erfrischen.

Auch ein Ausflug in den Talhintergrund zum Wasserfall lohnt sich. Im Frühling blüht auf dem Wiesengrund um das Dörfli ein Meer von weissen Krokussen. Im Frühsommer treffen wir etwas weiter hinten ganze Inseln von Enzianen, Mehlprimeln und anderen Bergblumen an. Vom Sertig Dörfli bis zum Wasserfall haben wir noch eine knappe Stunde zu gehen.
Öffentliche Verkehrsmittel
Anreise: Mit der Bahn nach Davos-Platz. Mit dem Postauto nach Davos-Clavadel.

Abreise: Mit dem Postauto vom Sertig Dörfli nach Davos und mit der Bahn nach Chur.
Zusätzliche Information
Die Entstehung des Kirchleins: Hinter den Eggen In der Mitte des 13. Jahrhunderts wanderten die Freien Walser in der Landschaft Davos und damit auch im Sertigtal ein. Der harte Existenzkampf zwang sie zu gegenseitiger Hilfeleistung und Zusammenarbeit. Die Bewohner von Hinter den Eggen bildeten eine kleine, aber aktive Gemeinschaft. Am Ende des 17. Jahrhunderts umfasste diese Gemeinschaft ungefähr 86 Seelen.

Zur Geländekammer Hinter den Eggen gehören die Räume Dörfli, Sand, Chleinalpen, Grossalpen, Suzi und Wasserfall. Die Hinter Egger gehörten zur Kirchgemeinde Frauenkirch. Im Winter und bei schlechtem Wetter war der weite Weg nach Frauenkirch beschwerlich und sogar gefährlich. Wasserfluten, Rüfen oder Lawinen konnten ein Durchkommen erschweren oder sogar verunmöglichen.

Deshalb beschlossen die Bewohner von Hinter den Eggen anfangs des Jahres 1899, ein eigenes Kirchlein zu bauen. Alle Arbeiten wurden im «Gmeinwärch» (als gemeinsames Werk) ausgeführt. Die Baumaterialien befanden sich in nächster Nähe: Sand, Kies, Steine und Holz. Jedermann, der die Kraft dazu besass, legte mit Hand an. So konnte der Bau vollendet werden, ohne dass den Hinter Eggern eine Schuld verblieb.

Als Vorbilder für ihren Bau dienten ihnen die Kirchen von Frauenkirch und Glaris. Eine einfache, klare Bauweise und Innenausstattung entsprach der Lebensweise und dem Glauben der Leute von Hinter den Eggen. Im mehrmals renovierten, aber in seiner ursprünglichen Gestalt erhaltenen Kirchlein werden auch heute noch Gottesdienste, Trauungen und Erntedankfeste abgehalten.
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