Trailrunning

Die neue Freiheit: Laufen im Gelände

Trailrunning ist der neue Laufsport-Trend für Bergliebhaber. Immer mehr Läufer lassen den Asphalt hinter sich und suchen ihr Glück im Gelände. Oftmals abseits von gängigen Pfaden. Dabei steht die Natur im Vordergrund. Und davon gibt es in Davos Klosters mehr als genug. Ein Einblick.

"Lauf, Forrest, lauf!" Eine Aufforderung, die jedem Läufer ein Begriff ist. Was Tom Hanks in seiner Vorzeigerolle macht, gab es aus ähnlichen Gründen bereits in der Urzeit: Das unbeirrte Laufen. Weil die Jäger dieser Zeit noch nicht auf ausgereifte Technik zurückgreifen konnten, nutzten sie ihre körperlichen Fähigkeiten und liefen den Tieren nach, um sie einzufangen. Oft stundenlang, bis sich die Gejagten vor Erschöpfung ihrem Schicksal hingaben. Wie auch immer, Trailrunner und Ausdauersportler liegen heute im Trend – und sie trainieren gerne in Davos Klosters. Kein Wunder: Wer hier läuft, geniesst nicht nur die Aussicht, sondern profitiert auch vom hochalpinen Reizklima. Und von den schier unzähligen Varianten fürs Trailrunning.

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Jasmin Nuniges
Lieblingstrail

«Die Berge von Davos Klosters sind meine Homebase fürs Trailrunning»

Die einheimische Spitzensportlerin Jasmin Nunige wartet auf den Ultratrails mit einer eindrücklichen Dominanz auf. Wir haben uns mit ihr übers Trailrunning in Davos Klosters unterhalten. Dabei verrät sie ihre Lieblingstour und warum Laufen hier so speziell ist.

Jasmin Nunige, finden Trailrunner in Davos Klosters alles, was sie brauchen?
Auf jeden Fall. Es gibt so viele mögliche Routen, man kann sich hier richtig austoben. Kurz: Die Berge von Davos Klosters sind meine Homebase fürs Trailrunning. 

Was hat bei Ihnen die Leidenschaft fürs Trailrunning entflammt?
Bereits als Kind bin ich oft mit meinen Eltern in den Bergen am Wandern gewesen. Als ich später mit Langlaufen begonnen hatte, zählte Laufen in den Bergen zum Sommertraining. Heute heisst es einfach modern Trailrunning. 

Wie hat sich das Trailrunning über die Jahre entwickelt?
Trailrunning hat in allen Altersschichten grossen Zuwachs erhalten und wurde in den letzten Jahren populär. Einen weiteren Grund sehe ich in der Sehnsucht zurück zur Natur: Läufer entscheiden sich heute oft bewusst gegen die Strasse und bevorzugen Trails.

Was gefällt Ihnen daran?
Dass es nicht primär um die Zeit geht. Einfach eine Route aussuchen und dem Gelände folgen – ohne Druck. Mal schneller, mal langsamer. Und dabei die Natur geniessen. Speziell die Sommertage, wenn die Bergwiesen blühen, gefallen mir besonders gut.

Apropos Route: Welche Tour laufen Sie oft?
Meine Hausstrecke führt ins Dischma. Dabei wird mir nie langweilig. Im Gegenteil: Jeder Tag ist anders. Einmal scheint die Sonne, einmal ist die Strecke nass oder es hat Kühe draussen.

Trailrunning in Davos Klosters
Jasmin Nunige geniesst ihren Heimvorteil in Davos: Trainieren vor der Haustür.

Ihr Geheimtipp in Davos Klosters?
Der Panoramaweg auf Parsenn. Ein schöner Trail mit Hochgebirgs-Feeling auf durchschnittlich 2300 m Höhe – ideal für Läufer, die auch Höhentraining machen möchten. Und wenn die Kondition nachlässt, nimmt man einfach eine Bergbahn zurück ins Tal. 

Was empfehlen Sie einem Anfänger?
Sich bloss nicht überfordern. Gelaufene Kilometer im Gelände sind anders als in der Fläche. Gerade wenn es steil hochgeht, hat man schon mal eine Stunde für vier bis fünf Kilometer. Und zwischendurch gehen, ist durchaus erlaubt (schmunzelt).

Après-Biking bei Mountainbikern, Après-Ski bei Wintersportlern. Wo treffen sich Trailrunner in Davos Klosters?
Direkt auf den Trails. Dort kommt man rasch ins Gespräch mit Gleichgesinnten, tauscht sich über die geplante Route aus oder findet spontan einen Laufpartner.

Zum Schluss: Wenn Davos Klosters ein Laufschuh wäre, was wäre es für einer? 
Ein Adizero Boost. Ein Alleskönner – so abwechslungsreich und multifunktionell wie Davos Klosters: Man kann locker eine Runde rund um den See laufen oder eine hochalpine Tour absolvieren. Dieser Mix macht das Laufen hier so speziell für mich.

6 Tipps für Trailrunning-Einsteiger

Es ist noch kein Trailrunner vom Himmel gefallen. Aber keine Angst: Es ist einfacher damit zu beginnen, als Sie denken. Denn am Anfang, als der Mensch noch als Jäger und Sammler unterwegs war, gehörte das Laufen im Gelände zum Alltag. Entsprechend leicht ist es, dies wieder zu erlernen. Die folgenden Tipps zum Einstieg ins Trailrunning helfen Ihnen dabei.

1. Gehen Sie zwischendurch

Profi-Bergläufer spurten die steilsten Anstiege hoch? Nein. Bei einem kurzen Bergsprint ist das zwar der Fall, aber auf längeren Strecken keineswegs. Sparen Sie Ihre Energie und gehen Sie zwischendurch einfach mal nur zügig. Das Erstaunliche: Damit sind Sie kaum langsamer als im Laufschritt. 

4. Wecken Sie Ihr inneres Kind

Beim Strassenlauf ist man meist monoton unterwegs: geradlinig, stets auf dem gleichen Untergrund. Trailrunning hingegen ist ein spielerischer Sport. Es gibt Pfützen, Wurzeln, Steine. Variieren Sie dabei auch das Tempo: mal schneller, mal langsamer. Kurz: Laufen Sie, wie Sie es als Kind gemacht haben und geniessen Sie das Spielerische.

2. Erleben Sie bewusst

Trailrunning ist deshalb so faszinierend, weil es ein Naturerlebnis ist. Beim Strassenlauf schielt man oft auf die Uhr. Beim Laufen im Gelände macht das wenig Sinn – denn jede Tour ist anders und kaum vergleichbar. Befreien Sie sich vom starren Durchrenn-Modus: Bleiben Sie auch mal stehen und geniessen Sie die Natur von Davos Klosters.

5. Laufen Sie konzentriert

Trailrunning fordert nicht nur die Muskulatur, sondern auch den Geist. Heben Sie die Füsse höher als auf der Strasse, seien Sie flexibel, spontan und konzentriert. Das kostet zwar etwas mehr Kraft, aber wenn Sie dann mal im Flow sind – eins mit sich selbst und der Natur –, ist das einfach nur ein unbeschreiblich gutes Gefühl.

3. Kleine Schritte, grosse Wirkung

Bergauf werden die Schritte kürzer, die Schrittfrequenz höher, die Armarbeit intensiver. Bringen Sie Ihren Oberkörper etwas nach vorne und laufen Sie auf dem Vorfuss. Und abwärtst gilt: Drosseln Sie das Tempo, wenn es steil wird und legen ruhig einmal Serpentinen ein. Bleiben Sie dabei weich in den Knien.

6. Ausrüstung: weniger ist mehr

Kaufen Sie sich gute Laufschuhe. Diese schaffen die Gratwanderung zwischen Stabilität, Flexibilität und Leichtigkeit. Apropos: Lassen Sie den schweren Wanderrucksack daheim. Nehmen Sie nur das Wichtigste mit: Regenjacke, Handy, ein Energieriegel und genügend Wasser – denn die Runden können auch mal länger ausfallen als erwartet.

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